St. Georg

dorfkirche-st-georg_002.jpgFundamentreste aus Feldstein, die während der Restaurierung 1969–1972 entdeckt wurden, lassen das Bestehen einer Kirche an dieser Stelle bereits in vorromanischer Zeit vermuten. Wie die Verlegung des Kirchweihfestes 1403 und die erste bekannte Jahresstiftung 1412 andeuten könnten, wurde dann die erstmals 1315 erwähnte und in der heutigen Bausubstanz noch teilweise erhaltene romanische Georgskirche wohl zu Anfang des 15. Jahrhunderts im Chor gewölbt und dementsprechend im Langhaus erhöht. Bis zum zweiten Weltkrieg berichtete ein Glasgemälde von einem weiteren Umbau des Gotteshauses um 1616. Demnach wurde die Kirche zu jener Zeit nach Westen verlängert und dort mit der Vorhalle versehen; im Osten fügte man eine Sakristei an. Auftraggeber und Förderer war der Menzinger Pfleger Dr. Jakob Burchard, der auch ein neues Pflaster, eine Holzdecke, Bänke und – wie in St. Martin/Untermenzing – Altäre stiftete. Der ungwöhnlich reich gegliederte Turm mit der charakteristischen Bekrönung, einer Kombination aus Spitz- und Kuppelhelm, wurde 1677/79 von dem neuen Kurfürstlichen Hofmaurermeister Giovanni Viscardi, unter anderem Erbauer der Dreifaltigkeitskirche und des Bürgersaals in München, sowie der Klosterkirche Fürstenfeld, als eines seiner ersten Werke in Kurbayern aufgeführt. 1922–1924 war St. Georg die erste Pfarrkirche Obermenzings. Im Herbst 2016 wurde die Kirche nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet.

Gottesdienst: Donnerstag, 19.00 Uhr
Samstag, 8.00 Uhr Morgenlob (jeden dritten Samstag im Monat)
Kein Gottesdienst in den großen Ferien (August bis Mitte September).